Hannover. (biv) Niedersachsens und Bremens Bäckereien konnten 2009 relativ stabile Betriebsergebnisse erwirtschaften. Das macht der Betriebsvergleich 2009 deutlich, den der Bäckerinnungs-Verband (BIV) anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Aurich veröffentlichte. Ein Grund, weshalb sich die Wirtschaftskraft im Vergleich zu 2008 verbesserte, liegt laut BIV in den gesunkenen Rohstoffpreisen. Der BIV-Betriebsvergleich stellt den angeschlossenen Innungsbäckereien wichtige Daten zur Schwachstellenanalyse und zur Erarbeitung von daraus entwickelten Maßnahmen zur Verfügung. Daten aus 293 Betrieben liegen der Auswertung zugrunde. Die Unternehmen sind sechs Umsatzgrößenklassen zugeordnet. Gut ein Fünftel der Teilnehmer weist einen Umsatz von bis zu 300.000 Euro auf, knapp ein Sechstel kam 2009 auf über vier Millionen Euro. Die differenzierte Struktur der Kennzahlenauswertung ermöglicht den Betrieben jetzt eine Selbsteinschätzung und bietet Orientierung im Wettbewerb. Zum Beispiel lässt sich ablesen, dass der Personalaufwand oft über dem Niveau von 2008 lag. Dennoch bewegten sich die kumulierten Kosten für Wareneinsatz und Personal weitgehend im grünen Bereich, weil die gesunkenen Rohstoffpreise die höheren Personalkosten auffingen. Ein Blick zurück: Der Betriebsvergleich 2008 hatte gezeigt, dass für alle Bäckereien Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Ertragskraft bestand. Das sieht jetzt freundlicher aus: Der Cashflow hat sich in der Mehrzahl der Gruppen verbessert - am stärksten in den Gruppen, die im Vorjahr den größten Verbesserungsbedarf hatten. Ebenso konnten die meisten Bäckereien ihr Eigenkapital aufstocken.